Strategische Ausrichtung der variablen Vergütung

Eingebettet in ein variables Vergütungssystem wird sich variable Vergütung stets an qualitativen oder quantitativen Messgrößen (synonym: Kennziffern, Bemessungsgrundlagen) orientieren. Diese bilden die gewünschte strategische Ausrichtung des variablen Vergütungssystems ab:

Strategische Ausrichtung auf Leistung » leistungsorientierte Vergütung

In der Praxis wird Leistung über Inputgrößen oder Mischtypen definiert. Leistungsorientierte Vergütung bezieht sich in den meisten Fällen auf die persönlichen, individuellen Anstrengungen oder die Leistung von Teams. Die Leistungsmessung erfolgt in der Regel mit Hilfe von standardisierten Leistungsbeurteilungsverfahren.

Strategische Ausrichtung auf Performance » performanceorientierte Vergütung

Performanceorientierte Vergütung bezieht sich nur selten auf die Unternehmensperformance, sondern behält die individuelle Performance oder die des Teams im Fokus. Performanceorientierte Vergütung berücksichtigt einerseits zielgerichtete, erfolgsorientierte Leistungen und andererseits die erzielten Erfolge. Es können daher sowohl Beurteilungsverfahren als auch Verfahren zur Messung des Zielerreichungsgrades gleichzeitig zum Einsatz kommen.

Strategische Ausrichtung auf Erfolg » erfolgsorientierte Vergütung

Erfolgsorientierte Vergütung berücksichtigt allein den Tätigkeits-Output: Bonusrelevant sind ausschliesslich erzielte Erfolge, zumeist auf Individual- oder Teamebene. Erfolgsausrichtung signalisiert regelmäßig den Einsatz von Zielvorgaben, Zielvereinbarungen oder Zieloptimierung. Sofern der Unternehmenserfolg angesprochen ist, wird eher der Begriff „ergebnisorientierte Vergütung“ verwendet.

Strategische Ausrichtung auf Ergebnis » ergebnisorientierte Vergütung

Ergebnisorientierte Vergütung bezieht sich nicht auf das Ergebnis individueller Tätigkeiten, sondern auf das Unternehmensergebnis bzw. auf Ergebnisse von Einheiten, Sparten, Business Units und Profit Centern. Daher werden auch die Begriffe „Mitarbeiterergebnisbeteiligung“ oder „Erfolgsbeteiligung“ verwendet.

Strategische Ausrichtung auf Unternehmenswert » wertorientierte Vergütung

Mit wertorientierter Vergütung wird eine unmittelbare Ausrichtung auf die Interessen der Eigentümer erzielt. Sie setzt Anreize für an Nachhaltigkeit orientiertes Denken und Handeln der Belegschaft. Die Ausrichtung auf Wertschaffung lässt wertorientierte Kennzahlen zum Einsatz kommen, wie beispielsweise EBITaC (Earnings Before Interest and Taxes after Cost of Capital), EVA (Economic Value Added), RoCE (Return on Capital Employed). Auch diese sind bisweilen namensgebend („EVA-Vergütung“).

Strategische Ausrichtung auf Kompetenz » kompetenzorientierte Vergütung

Kompetenzen – Fähigkeiten und Fertigkeiten – werden in der Regel bei den festen Entgeltbestandteilen berücksichtigt und nicht bei der Variablen Vergütung. Kompetenzorientierte variable Vergütung ist in der Praxis daher eher selten.

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Kurz und knapp
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Bezeichnung
Strategische Ausrichtung der variablen Vergütung