Gestaltung der variablen Vergütung

Zeitraum der variablen Vergütung

Zeitlich bezieht sich variable Vergütung auf eine festgelegte Periode, zumeist ein Jahr oder Geschäftsjahr, seltener mehrere Jahre oder Quartale, Monate oder Tage. Nicht selten ist die Periode ein Zeitraum, der durch ein Projekt, dessen Dauer bzw. dessen Anfangs- und Endtermin bestimmt ist.

Werden in einem variablen Vergütungssystem kurz- und langfristige Komponenten eingesetzt, verwenden wir zur Unterscheidung die Begriffe LTI (Long Term Incentives) und STI (Short Term Incentives).

Mit und ohne Zielvereinbarung

Bei klassischen Beurteilungsverfahren wird die Ausprägung der jeweilig vergütungsrelevanten Dimensionen am Ende der Periode gemessen oder von Vorgesetzten beurteilt (z. B. in Form einer Leistungsbeurteilung). Die Höhe der variablen Vergütung wird ex post, durch eine rückwärtsgerichtete Messung bzw. Beurteilung ermittelt.

Moderne Verfahren integrieren Ziele, die vor Beginn der Periode durch Zielvorgabe, Zielvereinbarung oder Zieloptimierung festgelegt werden. Führungskräfte legen dabei ex ante und vorausschauend im Dialog mit dem Mitarbeiter fest, welche Erwartungen sie in der kommenden Periode an den Mitarbeiter zu stellen sind. Bei dieser Vorgehensweise erfolgt am Ende der Periode ein Vergleich zwischen festgelegten Zielen und erreichten Zielen. Die variable Vergütung bemisst sich nach dem festgestellten Zielerreichungsgrad.

Ausschüttung der variablen Vergütung

Variable Vergütung kann bar („Cash-Bonus“), aber auch in Form von Sachwerten, Leistungen wie bAV-Zulagen und Incentive-Reisen oder Wertpapieren ausgeschüttet werden. Von besonderer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang Bonuspunktesysteme (Scoringsysteme) und Cafeteria-Systeme, die freie Wahl unter den zur Verfügung stehenden Prämien lassen.

Bei den Wertpapieren sind Aktien oder andere rechtsformabhängige Anteile, aber auch Wertpapieroptionen weit verbreitet. Aktienoptionen kamen durch ihre Hebelwirkung in den 90er Jahren enorm auf, unterliegen aber unbeeinflussbaren Turbulenzen an Wertpapiermärkten, die sowohl zu nicht gerechtfertigtem Wertverfall als auch exorbitanten Steigerungen führen können.

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Kurz und knapp
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Bezeichnung
Gestaltung der variablen Vergütung